Mai – Oktober ist Siebenschläferzeit

Gerade in dieser Zeit ist der richtige Umgang mit den durch das Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützten Tieren, die zu den Bilchen gehören, wichtig. Von Oktober bis Mai befinden sich Siebenschläfer im Winterschlaf, während sie die Sommermonate zur Fortpflanzung nutzen, ihre Jungen zur Welt bringen und sich wiederum auf den Winterschlaf vorbereiten, indem sie sich ein ausreichendes Fettpolster anfressen. Während dieser Aktivitätsphase nisten sie sich bevorzugt in Gartenhütten und anderen Gebäudeteilen wie Dachstühlen  ein.

Die Wildtierbeauftragte des Landratsamts, Patricia Brandbeck, rät jedem, der ein Siebenschläfer-Nest mit Jungtieren findet, dieses in Ruhe zu lassen, es nicht zu berühren und sich vorsichtig wieder zu entfernen. Jungtiere, die sich auf dem Boden befinden, können behutsam wieder in das Nest gesetzt werden. Vermeintlich verlassene Jungtiere dürfen nicht mitgenommen werden. Das Muttertier hat viel Energie in seinen Nachwuchs investiert und wird ihn daher im Normalfall nicht einfach sich selbst überlassen. Häufiges “Nachschauen” stellt allerdings unter Umständen eine Störung dar, die das Weibchen immer wieder vom Nest vertreibt. Die größte Überlebenschance haben die Tiere in ihrer vertrauten und natürlichen Umgebung, in der die Mutter sie wiederfinden kann.

Als weiteren Tipp rät Brandbeck: “Im Gartenbereich kann es vorkommen, dass Siebenschläfer beim Erklettern von Regenrinnen in die Regentonne fallen und darin ertrinken. Das kann verhindert werden, in dem man zum Bespiel einen Ast quer in die offene Tonne stellt, an dem die Tiere im Notfall hinauf klettern können.”

PM

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