Hattenhofen: Aus dem Gemeinderat

Brückenprüfung 2015: Schadhafte Brücken

Wie schon in den vergangenen Jahren hat die Gemeinde Hattenhofen ihre Brücken erneut unter die Lupe genommen. Das Ingenieurbüro Straub stellte bei den Untersuchungen an verschiedenen Brücken Mängel fest, die in den kommenden Jahren in Ordnung gebracht werden müssen. Akuter Handlungsbedarf besteht bei den Mängeln, die die Verkehrssicherheit (z.B. Geländerhöhe) betreffen. Bei den Sanierungsmaßnahmen handelt es sich insbesondere um witterungsbedingte Schäden an Holzböden und Beton sowie Sanierungsmaßnahmen mit aufstauendem oder nicht ablaufendem Wasser. In seinen Ausführungen informierte Dipl.-Ing. Uwe Straub darüber, dass die Brücken alle drei Jahre überprüft werden müssen. Bei der Überprüfung werden Dichtungen, Schutzvorrichtungen, Gründungen, Konstruktionsteile und Versorgungsleitungen intensiv überprüft und auf ihre Festigkeit und Standsicherheit getestet. Insbesondere werden auch Absturzvorrichtungen wie Geländer unter die Lupe genommen, ob alles noch dem Stand der Technik bzw. der entsprechenden Norm entspricht. In der Gemeinde Hattenhofen wurden insgesamt neun Brücken überprüft und auf ihre Verkehrssicherheit untersucht. Auf Nachfragen aus dem Gremium wies Dipl.-Ing. Uwe Straub darauf hin, dass insbesondere Betonsanierungen nicht allzu lange aufgeschoben werden sollten, um größere Sanierungsmaßnahmen zu verhindern. Es gilt nun rechtzeitig tätig zu werden, um für die Zukunft vorzubeugen. An verschiedenen Brückenwerken ist intensiv zu prüfen, woher die Wasserschäden und die daraus folgenden Korrosionen kommen. Hinsichtlich der aufgelisteten Kosten in einer Gesamthöhe von ca. 250.000 Euro für die Sanierung aller neun Brücken wies das Ingenieurbüro darauf hin, dass es sich hierbei um grob geschätzte Zahlen handelt, die sich durch Eigenleistungen des Bauhofs noch erheblich verringern lassen könnten. Auf Nachfrage aus dem Gremium bestätigte der Unterzeichner, dass im Haushaltsjahr 2016 hierfür keine Haushaltsmittel vorhanden sind. Zwischenzeitlich hat jedoch der Bauhof schon damit begonnen, an einem Brückenbauwerk die maroden Holzteile instand zu setzen bzw. zu erneuern. Von der Priorität ist nunmehr vorgesehen, dass zunächst die Mängel, die unmittelbar die Verkehrssicherheit betreffen, in Ordnung gebracht werden. Anschließend wird sich der Bauhof in einem weiteren Schritt um die weitergehenden Instandsetzungen der Holzkonstruktionen kümmern. Unabhängig davon wird dann entsprechend einer noch zu vereinbarenden Priorität die Frage der Betonsanierung mit dem Fachbüro Straub in Angriff genommen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Brückensanierungsmaßnahme die Gemeinde die nächsten Jahre beschäftigen werden. Abschließend nahm der Gemeinderat von den Ausführungen Kenntnis.

Ausbau Oberholzweg: Eingangs informierte der Vorsitzende darüber, dass die Gemeinde beabsichtigt den Ausbau des Oberholzwegs anzugehen. Beim Ausbau des Oberholzwegs ist vorgesehen, den Standard vergangener Straßensanierungsmaßnahmen, wie im Storren, Schützenstraße oder jüngst Sparwieser Straße umzusetzen. Die Maßnahme wird durch das Ingenieurbüro Straub aus Donzdorf begleitet und umgesetzt. In seinem Vortrag erläuterte das Ingenieurbüro Straub die beabsichtigte Sanierung des Oberholzwegs. Der Ausbau des Oberholzwegs erfolgt im Rahmen des bestehenden Bebauungsplanes. Hierbei ist vorgesehen, dass der Ausbau im Bestand erfolgt und keinerlei Grunderwerb getätigt werden muss. Im Rahmen der schon erfolgten Voruntersuchung wurde festgestellt, dass der vorhandene Schmutzwasserkanal in Ordnung ist und keinerlei Kanalsanierungsmaßnahmen durchzuführen sind. Hinsichtlich der Wasserversorgung wurde von Seiten des Verbandsbauamtes festgestellt, dass ein Austausch der Wasserleitung in diesem Bereich erforderlich ist. Der Ausbaustandard des Oberholzwegs ist wie bei den sonstigen Ortsstraßen vorgesehen. Als Randeinfassung kommt ein Granitstein zur Ausführung, der als Tiefbord mit einem entsprechenden Anschlag ausgeführt wird. Dies dient sowohl zur Abgrenzung der Fläche als auch zur Wasserführung. Auf Nachfrage aus dem Gremium erläuterte Herr Straub detailliert den vorgesehenen Ausbaustandard und informierte über die weiteren Untersuchungsmaßnahmen. Als nächster Schritt ist vorgesehen, die betroffenen Grundstückseigentümer zu einer Anliegerversammlung einzuladen. Der Gemeinderat hat von den Ausführungen Kenntnis genommen und die Verwaltung beauftragt, zu einer Anliegerversammlung einzuladen.

Schulverband „Westliche Voralb“: Der Vorsitzende informierte den Gemeinderat darüber, dass am 12. Juli 2016 eine Verbandsversammlung des Schulverbandes „Westliche Voralb“ stattfinden wird. Im Rahmen dieser Verbandsversammlung wird über die aktuelle Situation der Gemeinschaftsschule informiert und der Haushaltsplan für das Jahr 2016 beschlossen sowie vom Rechenschaftsbericht für das Jahr 2014 Kenntnis genommen.

Straftaten und Unfälle: Hattenhofen im unteren Bereich

Die jährliche Statistik des Polizeireviers Uhingen zu Straftaten und Verkehrsunfällen nahm der Gemeinderat zur Kenntnis. In der Summe kann festgehalten werden, dass unsere Gemeinde im Bereich der Straftaten und Unfälle sich im unteren Bereich befindet. Erfreulich ist insbesondere, dass im Vergleich zum Jahr 2014 die Zahl der Wohnungseinbrüche von drei auf einen Einbruch zurückgegangen ist.

Heilig’s Blechle: In Hattenhofen sind aktuell 2900 Fahrzeuge gemeldet, quasi ein Fahrzeug je Einwohner. Damit ist die Zahl der Fahrzeuge am Ort vom Jahr 2001 mit 2639 Fahrzeugen bis zum Jahr 2015 mit 2900 Fahrzeug um über 260 Fahrzeuge angewachsen.

Zuschuss für Heckenpflege: Der Vorsitzende konnte erfreulicherweise darüber berichten, dass aus Mitteln des Naturschutzes und der Landschaftspflege des Landes Baden-Württemberg die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 15.480 Euro zur gemeindlichen Heckenpflege auf der Gemarkung erhalten hat. Ein Sprecher aus dem Gremium wies darauf hin, dass sich mit diesem Zuschuss der Beitritt zum Landschaftserhaltungsverband schon gelohnt hätte.

PM

 

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