Anerkennung der Lebensleistung eines Göppinger Originals

Am Donnerstag entscheidet der Gemeinderat über den Antrag der Göppinger CDU-Fraktion zur „Bernstein-Straße“. Die Umsetzung ist im neuen Baugebiet „Hohenstaufen- / Dürerstraße“ geplant. Wer kennt nicht den berühmten Zweizeiler „Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche“. Was viele nicht wissen, ist, dass der Autor, der Lyriker, Zeichner und Satiriker F.W. Bernstein, ein waschechter Göppinger war.

Fritz Weigle, wie er mit bürgerlichem Namen hieß, wurde er am 4. März 1938 in Göppingen geboren. Er war hier als Schüler Teil der legendären DRAM-AG, einer Theatergruppe, die erfolgreich spielte und aus der später mehrere Künstler hervorgingen. Bernstein war Professor in Berlin, Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule und der Satirezeitschrift Pardon. 2007 wurde Bernstein mit dem Schickhardt-Kulturpreis der Stadt Göppingen ausgezeichnet. Typisch bescheidener Schwabe, soll er ein unermüdlich Schaffender gewesen sein und gesagt haben, dass er weder berühmt noch reich werden wolle. In den Haushaltsberatungen hat die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, mit der Benennung einer Straße in „Bernstein-Straße“ die Lebensleistung dieses berühmten Göppingers, der Ende 2018 im Alter von 80 Jahren verstorbenen ist, zu würdigen. „Gut, wenn Straßen nach Menschen benannt werden, die eine enge Verbindung zu Göppingen haben“, unterstreicht die Initiatorin des Antrags, CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Stadträtin Sarah Schweizer und betont, „wir können stolz sein, auf die tollen Persönlichkeiten, die diese Stadt schon hervorgebracht hat!“ In der Hervorhebung des Lyrikers Bernstein sieht die Fraktion zugleich auch ein wichtiges Zeichen gegen die Verrohung der Sprache.

 

PM CDU-Fraktion im Göppinger Gemeinderat

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