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Die Zukunft der Landwirtschaft in Wäschenbeuren – Grüner Stammtisch und Bürgerinitiative mit gemeinsamer Veranstaltung zum Bürgerentscheid

Am Abend des 11. März kamen im Ratscafé die Initiatoren des Bürgerentscheids und die Grüne Fraktion gemeinsam mit Landwirten ins Gespräch. Vorab hatte das Thema „Die Zukunft der Landwirtschaft in Wäschenbeuren“ hohe Wellen geschlagen. Anlass war eine Ankündigung zu dieser Veranstaltung, in welcher sich die Grüne Fraktion kritisch gegenüber der Landwirtschaftspolitik der Bundesregierung äußerte.

Im gefüllten Ratscafe diskutierten die Gemeinderäte David Catenazzo (Grüne) und Lucas Wahl (Grüne) gemeinsam mit Stephen Kleesattel (Freie Wähler) über Grüne Kreuze, die Anliegen der Landwirte und die Auswirkungen des Mercosur-Abkommen. Es herrschte Einigkeit darüber, dass das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten zu steigendem Preisdruck in der Produktion führt.
Zudem berichtete Stephen Kleesattel von seiner Arbeit als Landwirt und darüber, was es für ihn heißt, wenn Heubeund-West Realität wird. Er befürchte Konflikte mit Anwohnern auf Grund Lärm- und Geruchsbelästigung. Deshalb engagiere er sich gegen das Baugebiet als Gemeinderat und Vertrauensperson des Bürgerbegehrens. Ähnliche Probleme gebe es in den Nachbargemeinden. Neben Herrn Kleesattel waren viele ortsansässige Landwirte unter den Gästen, die angeregt über die Chancen und Schwierigkeiten in der täglichen Arbeit diskutierten.
Ein Schwerpunkt im Gespräch war der Wettbewerb am Markt gegen große Konzerne, die die Preise drücken. Weiter wurde auf kommunaler Ebene die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit mit der Verwaltung benannt. Zudem ist klargestellt worden, dass Herr Kleesattel selbstredend nicht für alle Landwirte in Wäschenbeuren steht, jedoch zähle jede Existenz eines Landwirts. Vor allem, wenn diese für die Zukunft gesichert wird.
Für weiteren Gesprächsstoff auf der Veranstaltung sorgte die Besorgnis einzelner Besucher über eine Spaltung in der Gemeinde und einen raueren Ton in den Auseinandersetzungen. In den Gesprächen wurde deutlich, dass beim Bürgerbegehren keine Gräben entstehen dürfen, es sei keine Frage jung gegen alt oder Verwaltung gegen Bürgerinitiative – sondern ein gemeinsames Ringen um die besten Ideen.

„Eines ist klar, egal wie sich die Bürgerschaft entscheidet, wir werden die Entscheidung der Mehrheit akzeptieren und weiter kooperativ zum Wohle der Gemeinde arbeiten.“, sagt Fraktionsvorsitzender und Mitinitiator des Bürgerentscheids David Catenazzo.

 

PM Grüne Wäschenbeuren

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