Henrik Ibsens Politkrimi in der Stadthalle Göppingen : Ein Volksfeind

Im Rahmen des städtischen Theaterprogramms startet die Theatersaison des Kulturreferats am Dienstag, 20. Oktober, mit Henrik Ibsens Schauspiel „Ein Volksfeind“ in die neue Saison. Die Aufführung des Landestheaters Tübingen unter der Regie von Christoph Roos beginnt um 20 Uhr in der Stadthalle. Um 19:20 Uhr führt ein Mitglied des Ensembles in das Stück ein.

Ein Volksfeind Schauspiel von Henrik Ibsenin einer Bearbeitung von Florian Borchmeyer

Ein Volksfeind
Schauspiel von Henrik Ibsen in einer Bearbeitung von Florian Borchmeyer

Die Story von Ibsens Tragikomödie „Ein Volksfeind“ könnte aus dem Lokalteil einer aktuellen Tageszeitung stammen: Eine Kleinstadt in der Provinz erhofft sich Aufschwung und Wohlstand als Kurort. Doch der Badearzt Dr. Stockmann macht die Entdeckung, dass das Wasser des Heilbades durch Industrieabfälle verseucht ist und die Gesundheit der Touristen gefährden würde. Als Stockmann mit dieser Tatsache an die Öffentlichkeit gehen will, gerät er nicht nur in Konflikt mit seinem Bruder, dem Stadtrat. Jeder seiner Mitbürger, der den eigenen Profit bedroht sieht, stellt sich gegen ihn. Selbst seine anfänglichen Verbündeten in Presse und Politik fallen von ihm ab. Stockmann wird zum einsamen Kämpfer für die Wahrheit. Christoph Roos, 1969 in Düsseldorf geboren, studierte Theater- und Filmwissenschaft an der FU Berlin und danach Schauspielregie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Zwei Jahre lang war er Regieassistent an der Schaubühne Berlin. Seit 1996 arbeitet er als freier Regisseur, Übersetzer und Autor. Henrik Ibsen wurde am 20. März 1828 in Skien/Norwegen geboren. Auf Anraten seines Vaters beschloss er Apotheker zu werden. Nach seiner Promotion im Jahr 1850 übernahm er dann aber am Theater in Bergen die Stelle des künstlerischen Leiters. Dort wurden auch seine Stücke aufgeführt. 1857 wurde er Direktor des „Norske Teatret“ in Oslo. 1864 erhielt er ein Stipendium für eine Studienreise nach Rom, Dresden und München. Sein Thesen- und Diskussionstheater aus dieser Reisezeit machte ihn zum Begründer der modernen Schauspielkunst. Nach seinem Tod am 23. Juni 1906 in Oslo feierte man ihn als den größten „modernen“ Dichter. Karten für die Aufführung sind beim ipunkt im Rathaus, Hauptstraße 1, Telefon 07161 650-293, und an der Abendkasse erhältlich.

 

Bild: v.l.n.r.: Rolf Kindermann (Stadtrat Peter Stockmann), Raphael Westermeier (Dr. Stockmann).  Foto: Martin Sigmund

PM

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