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Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor im Land

Der Tourismus in Baden-Württemberg hat bei allen wirtschaftlichen Kenngrößen enorm zugelegt. Das Bruttoumsatzvolumen ist im Vergleich zu 2015 um mehr als 22 Prozent gewachsen. Die Zahl der Beschäftigten stieg um fast 20 Prozent. Die Zahl der Ankünfte und Übernachtungen stieg auch in den ersten fünf Monaten dieses Jahres wieder an.

Tourismusminister Guido Wolf hat im Stuttgarter Stadtpalais die Ergebnisse der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus für das Bundesland Baden-Württemberg 2017“ vorgestellt. „Die Zahlen sind bemerkenswert gut und zeigen: Die Tourismusbranche ist eine Leitökonomie“, so Guido Wolf.

Tourismusbranche ist eine Leitökonomie

Nach der Studie des renommierten „Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München“ (dwif) hat der Tourismus bei allen wirtschaftlichen Kenngrößen gegenüber 2015, dem Bezugsjahr der letzten Erhebung, enorm zugelegt. Insgesamt gaben die Touristen im Jahr 2017 im Land 24,8 Milliarden Euro aus. Das sogenannte Bruttoumsatzvolumen ist damit im Vergleich zu 2015 um mehr als 22 Prozent gewachsen. Davon profitieren auch die Beschäftigten im Tourismusgewerbe, die Löhne und Gehälter in Höhe von 11,6 Milliarden Euro erarbeitet haben. Gegenüber dem Jahr 2015 bedeutet das einen Zuwachs um rund 22 Prozent. Auch für den Arbeitsmarkt hat das starke Wachstum des Tourismusgewerbes positive Auswirkungen. Guido Wolf: „Die rechnerische Zahl der Vollzeitarbeitsplätze ist von 326.000 im Jahr 2015 auf 390.000 im Jahr 2017 und damit um fast 20 Prozent gestiegen. Das Tourismusgewerbe ist damit auch ein Jobmotor, der ortsgebundene Arbeitsplätze für Menschen mit ganz unterschiedlichen Berufsqualifikationen schafft.“

Weiter betonte der Minister, dass der Tourismus eine hervorragende Imagewerbung für das Land darstelle. Zudem hob er hervor: „Der Tourismus stärkt gerade auch den ländlichen Raum und geht mit großen Investitionen in die Infrastruktur einher. Die so entstandenen Schwimmbäder, Uferpromenaden und Museen kommen auch den ortsansässigen Bürgerinnen und Bürgern zugute.“

Mehr Ankünfte und Übernachtungen

Die Ergebnisse der Studie werden durch die jüngste Beherbergungsstatistik für die Monate Januar bis Mai 2018 bestätigt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stiegen die Gästeankünfte im Land um 4,9 Prozent auf rund 8,1 Millionen Gäste und die Zahl der Übernachtungen um 5,1 Prozent auf rund 19,6 Millionen. „Als Europaminister freut mich ganz besonders, dass die Zuwächse bei den ausländischen Gästen überproportional ausgefallen sind, nämlich sieben Prozent bei den Ankünften und 6,5 Prozent bei den Übernachtungen.“ Der Anteil der Auslandsgäste beträgt bei den Ankünften 22,2 und bei den Übernachtungen 20,4 Prozent.

„Diese überragenden Zahlen sind das Ergebnis der harten Arbeit der Unternehmer und Beschäftigen im Tourismusgewerbe“, so Guido Wolf. Doch auch die Politik könne hier wichtige Impulse setzen. Ein wichtiger Baustein sei die Weiterentwicklung der noch aus dem Jahr 2009 stammenden Tourismuskonzeption des Landes. Guido Wolf: „In den letzten Wochen haben wir in vier Themenworkshops gemeinsam mit Experten und Tourismusakteuren themenspezifische Ansätze erarbeitet. Diese werden wir im zweiten Halbjahr 2018 auf fünf Regionalkonferenzen mit den Tourismusakteuren im Land diskutieren. Die Ergebnisse werden wir dann in die neue Tourismuskonzeption einfließen lassen. Schon jetzt kann ich sagen, dass die Digitalisierung für den Tourismus der Zukunft eine zentrale Rolle spielen wird.“

Neue und ungewöhnliche Angebote

Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg (TMBW), zeigte sich erfreut über die positiven neuen Wirtschaftszahlen: „Unsere touristischen Leistungsträger im Land tragen in einem bedeutenden Umfang zur Wirtschaftskraft Baden-Württembergs bei. Das belegen die heute vorgestellten Zahlen. Möglich ist dies auch deshalb, weil bei uns im Süden mit viel Kreativität und Leidenschaft immer wieder neue, teils überraschende Angebote entwickelt werden.“

Zum Start der Sommerferien im Land stellte Braun ausgewählte Tipps für Ausflüge zu neuen und ungewöhnlichen Angeboten vor:

  • Für Schwindelfreie: Sie ist 360 Meter lang, 60 Meter hoch und gerade mal 120 Zentimeter breit: Die neue Hängebrücke in Bad Wildbad verbindet den Sommerberg mit dem Baumwipfelpfad und bietet spektakuläre Ausblicke über den Schwarzwald.
  • Für Abenteurer: Zelten im Wald ist eigentlich verboten. Eine spannende Ausnahme sind die sechs neuen Trekkingcamps im Schwarzwald. Die Camps findet nur, wer die GPS-Daten kennt. Am Ziel wartet eine besondere Nacht mitten in der Wildnis.
  • Für Augenmenschen: Der vielleicht aufregendste Museumsbau der letzten Jahre: Seit Juni vereint die Mannheimer Kunsthalle sieben Kuben, die um einen großen Lichthof gruppiert sind – als Hommage an die Quadratestadt und ihren einzigartigen Stadtgrundriss.
  • Für Genießer: Der Tettnanger Hopfen ist ein Exportschlager und geschätzt bei Braumeistern in aller Welt. Unweit des Bodensees kann man ihn auf dem Hopfenpfad zu Fuß und mit dem Rad erkunden. Oder im neuen „Hopfengut No20“ mehr über ihn erfahren.
  • Für Hobby-Archäologen: Ältere Skulpturen gibt es nirgendwo auf der Welt: Seit genau einem Jahr gehören die „Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb“ zum UNESCO-Welterbe. Im Archäopark Vogelherd kann man die Eiszeit spielerisch erkunden.
  • Für junge Entdecker: Kinder erleben hier die wilden Seiten Baden-Württembergs: Mit einem Forscher-Rucksack geht es in ausgewählten familienfreundlichen Orten zum Beispiel in Immendorf auf Entdeckungstour. Im Rucksack warten Lupe, Kompass und Fernglas auf die jungen Forscher.

PM Ministerium der Justiz und für Europa

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