Der VfB Stuttgart meldet sich eindrucksvoll zurück

Der VfB Stuttgart hat sich mit einem 4:0-Heimerfolg gestern Abend gegen die SpVgg Greuther Fürth eindrucksvoll im Aufstiegsrennen in der 2. Bundesliga zurückgemeldet. Noch vor wenigen Wochen drohten die Schwaben aufgrund interner Streitigkeiten sportlich abzurutschen, doch nun träumen die VfB-Fans wieder von einem direkten Wiederaufstieg in die 1. Liga.

vfb-stuttgartAls Jos Luhukay Mitte September seinen freiwilligen Rücktritt als Cheftrainer beim VfB Stuttgart bekannt gab, lagen die Schwaben in der 2. Liga nur auf dem 9. Rang – mit sechs Zählern Rückstand auf den Tabellenführer aus Braunschweig. Zu diesem Zeitpunkt hätten wohl die wenigsten Fans damit gerechnet, dass die Schwaben drei Wochen später auf dem dritten Rang in die Länderspielpause gehen und nur noch drei Zähler Rückstand auf Platz 1 haben.

Mit dem gestrigen 4:0-Heimerfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth hat der VfB nach dem Luhukay-Rücktritt den dritten Sieg im vierten Spiel eingefahren. Bemerkenswert ist vor allem die Tatsache, dass Neu-Trainer Hannes Wolf in der Lage ist, aus dem gleichen Spielermaterial, das Luhukay zur Verfügung hatte, deutlich mehr rauszuholen als der Niederländer. Gegen Fürth z.B. avancierten die beiden Sommer-Neuzugänge Carlos Mane und Benjamin Pavard mit drei Toren zu den Matchwinnern. Mane und Pavard sind unter anderem jene Spieler, wegen derer sich Luhukay und VfB-Manager Schindelmeiser zerstritten hatten.

Setzt der VfB Stuttgart seine Siegesserie gegen Dynamo Dresden fort?

Die wenigsten VfB-Fans hätten vor wenigen Wochen wohl Fußball-Wetten auf ihren Verein platziert; mittlerweile dürfte sich dies sicherlich geändert haben. Nach der Länderspielpause müssen die Schwaben am 9. Spieltag auswärts bei Dynamo Dresden ran. Es wird spannend zu sehen, ob der VfB seinen Lauf der letzten Wochen dann fortsetzen kann.

VfB-Cheftrainer Wolf trat bereits unmittelbar nach dem Fürth-Sieg auf die Euphoriebremse: „Wir sind total glücklich mit dem Spiel und dem Sieg. Die Erleichterung und Freude ist riesengroß. Wir haben nur ein Spiel gewonnen. Wir haben großen Respekt vor der Zweiten Liga.“

Auch wenn im Fußball am Ende des Tages nur die Ergebnisse zählen, ist es Wolf wichtig, dass seine Mannschaft einen „gepflegten“ Fußball spielt. Anders als sein Vorgänger hat der Ex-BVB-Nachwuchstrainer darüber hinaus auch kein Problem damit, hin und wieder ein Risiko einzugehen. Mutig war z.B. seine Entscheidung, gegen Fürth die beiden Debütanten Carlos Mane und Benjamin Pavard aufzustellen und auch Berkay Özcan für den verletzten Simon Terodde ins Sturmzentrum zu schicken, obwohl dieser eigentlich kein gelernter Angreifer ist.

Aber nicht nur auf dem Platz scheint man in Stuttgart wieder „in der Spur zu sein“, auch im Verein kehrt nach dem Rücktritt von Luhukay wieder Ruhe ein. In knapp einer Woche wählt die Mitgliederversammlung einen neuen Präsidenten. Wolfgang Dietrich gilt dabei als aussichtsreichster Kandidat. Der 68-Jährige wurde in den vergangenen Wochen immer wieder als potenzieller Kandidat gehandelt und hat vorige Woche seine Kandidatur auch offiziell bestätigt. Der Unternehmer wurde mittlerweile auch von der Deutschen Fußball Liga DFL für die Wahl zugelassen und dürfte am 9. Oktober mit sehr großer Wahrscheinlichkeit der neue starke Mann beim VfB Stuttgart werden.

Foto: RudolfSimon / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

PM

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