Auf den richtigen Schnitt kommt es an: NABU-Baumschnittkurs in den Wiesgärten zwischen Süßen und Donzdor

Bei sonnigem Wetter konnten Wolfgang Nägele und Eberhard Herrmann vom Naturschutzbund Süßen und Umgebung am vergangenen Samstag ihre jährlich stattfindende Schnittunterweisung an Hochstämmen im Streuobstbau durchführen. Sage und schreibe 20 Interessenten konnte Eberhard Herrmann begrüßen, die aus mehreren Gemeinden des Kreises kamen. Nachdem immer mehr Städte und Gemeinden Pflege- und Planzangebote für den Streuobstbau anbieten ist es umso wichtiger, den privaten Gütlesbesitzern die Pflege und den Schnitt von alten und neu gepflanzten Hochstämmen zu vermitteln.

Schnittunterweisung

Eberhard Herrmann erklärte die Notwendigkeit der Pflege unserer Streuobstwiesen, die ein wichtiger Bestandteil unserer artenreichen Kulturlandschaft im Albvorland sind. Er ermutigte die Kursteilnehmer nicht nur ihren alten Baumbestand zu pflegen, sondern auch rechtzeitig mit Neupflanzungen zu verjüngen. Wolfgang Nägele erläuterte kompetent den Erziehungsschnitt an frisch gepflanzten
Apfel- und Birnbäumen. Dieser muss in den ersten Jahren konsequent erfolgen, damit der Baum
eine schöne und lichte Krone aufbaut. Fachmännisch demonstrierte er wie man Leitäste mit Holunderstreben abspreizt und Fruchtäste herunter bindet. Danach wurden Obstbäume unterschiedlichen Alters geschnitten um den Kursteilnehmern, die nicht nur aus Süßen und Donzdorf sondern auch aus weiter umliegenden Gemeinden (Weißenstein, Winzingen, Eislingen, Salach) kamen, die weitere Entwicklung des Schnitts an den Bäumen zu demonstrieren.
Es kam zur Sprache wie man mit wenig Aufwand alte Bäume schneidet um zu viele Wasserschosse zu vermeiden, sowie das Erkennen und Behandeln verschiedener Baumkrankheiten. Ebenso wurde das Düngen der Bäume mit Mist angesprochen, da sonst oftmals die Qualität des Obstes nicht mehr stimmt.

 

Bild von Wolfgang Jakob

 

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