Orchesterkonzerte mit Frauenpower

Gleich drei Star-Solistinnen präsentiert die Konzertreihe des Kulturreferats der Stadt Göppingen in der Saison 2015/2016: Die Trompeterin Tine Thing Helseth, die Geigerin Alena Baeva und die Pianistin Gabriela Montero. So viel solistische Frauenpower gab es noch nie in einer Saison, behauptet wenigstens Wolfram Hosch, der Kulturreferent der Stadt.

Alena Baeva

Alena Baeva

Tine Thing Helseth ist eine der bekanntesten und derzeit gefragtesten unter ihnen. Zusammen mit den Dresdner Kapellsolisten präsentiert sie am Freitag, 4. Dezember, ein stimmungsvolles vorweihnachtliches Konzert in der Stadthalle Göppingen. Kaum eine Musik passt besser in die Advents- und Weihnachtszeit als festliche Barockmusik und exzellente Musiker wie die Dresdner Kapellsolisten sind immer und überall gern gehörte Gäste. Das Kammerorchester aus Musikern der berühmten Staatskapelle Dresden und die ebenso brillante wie beliebte norwegische Star-Trompeterin setzen mit Werken von Torelli, Albinoni, Vivaldi und Bach ein Glanzlicht in der Konzertsaison. Seinen zweiten Besuch in Göppingen stattet dann das Brussels Philharmonic, Belgiens ältestes Orchester, am 26. April 2016, in der Stadthalle, zusammen mit der Geigerin Alena Baeva, ab. Zu ihr nur so viel: Wer mit 16 Jahren den Henryk-Wieniawski-Violinwettbewerb gewonnen und sich mit zwanzig bereits den Moskauer Paganini-Preis erspielt hat, darf mit Fug und Recht zu den besten Geigerinnen der Welt gezählt werden. „Es ist erstaunlich, wie viele herausragende Eigenschaften eine so junge Geigerin in sich vereint: Gefühl, Ehrlichkeit, Tiefe, Erstklassigkeit …“, so der russische Star-Bratischist Yuri Bashmet. All das kann sie gut gebrauchen für Tschaikowskys grandioses, technisch aberwitzig anspruchsvolles Violinkonzert, das im Zentrum des Göppinger Konzertabends mit den Brüsseler Philharmonikern steht. Danach kann das älteste Orchester Belgiens zeigen, was in ihm steckt: mit Rimsky-Korsakows klangfarbenprächtiger „Scheherazade“, die von den Märchen aus „Tausendundeiner Nacht“ inspiriert ist. Es dirigiert der charismatische chinesische Dirigent und Grammy-Gewinner Muhai Tang. Lange Zeit waren sie nicht mehr in Göppingen, die Musiker des Stuttgarter Kammerorchesters, von dem in jüngster Zeit viel Positives zu hören ist. Am 17. Juni 2016 kommt das Ensemble unter der Leitung seines Chefdirigenten Matthias Foremny mit der Pianistin Gabriela Montero in die Stadthalle. Ein größeres Talent als die venezolanische Pianistin Gabriela Montero, so die Klavierlegende Martha Argerich, sei ihr selten begegnet. Die 40-Jährige sorgt vor allem mit ihrer einzigartigen Improvisationsgabe für Aufsehen. Zwei ECHO-Klassik-Auszeichnungen und zwei Grammy-Nominierungen zeugen davon. Längst spielt sie in den wichtigsten Konzertsälen auf der ganzen Welt: kraftvoll und temperamentgeladen, mit beinahe übervollem Klang und bestechender rhythmischer Präzision. In der Göppinger Stadthalle ist Gabriela Montero als Solistin in Mozarts elftem Klavierkonzert zu erleben. Ein ausführliches Programmheft gibt es beim ipunkt im Rathaus, Hauptstraße 1, Telefon 07161 650-293. Abonnements und Einzelkarten für die Konzerte sind ab sofort erhältlich.

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