NABU: Baden-Württemberg ruft zur Vogelzählung auf: Welche Wintervögel sind noch da? Vom 6. bis 8. Januar wird Strichliste über gefiederte Besucher geführt

Zettel oder Smartphone zücken und am Dreikönigstag Vögel zählen: Vom 6. bis 8. Januar findet die größte bundesweite Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ zum 13. Mal statt. Der NABU und sein bayerischer Partner LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) rufen dazu auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. „Es wird spannend, ob die aktuell milde Winterphase, wie in den Vorjahren, zu weniger Flugverkehr am Futterhaus führt. Ohne Frost und Schnee finden viele Arten möglicherweise genug Nahrung, wie Sämereien, Körner und Früchte, in der Natur“, sagt NABU-Vogelexperte Stefan Bosch.

„Zwei Wintervögel, die sich bei der Zählaktion leicht erkennen und zählen lassen, sind Rotkehlchen und Buchfink. Die beiden Arten sind Teilzieher: Die jetzt zu beobachtenden Rotkehlchen sind daher meist zugereiste Wintergäste aus Nordosteuropa. Bei den Buchfinken bleiben die Männchen oft hier und wir bekommen zudem Verstärkung aus Nordosteuropa“, so der Ornithologe.

Zutraulicher Publikumsliebling

Der beliebteste Vogel bei den Beobachtenden ist das Rotkehlchen – mit seinen schwarzen Knopfaugen, dem rundlichen Körper, einer leuchtend orangeroten Brust und seinem zutraulichen Verhalten. Am Futterhaus ist es jedoch seltener zu sehen: „Sein feiner dünner Schnabel weist es als typischen Insektenfresser aus. Vogelarten, die sich von Insekten ernähren, verlassen uns eigentlich mangels Nahrung im Winter. Neben Haferflocken und Rosinen am Futterhaus brauchen Rotkehlchen daher Gärten mit Laubhaufen, Hecken und Kompost, um fressbare Kleintiere zu finden“, erklärt Bosch.

Schüchterner Gast am Futterplatz

Einer der häufigsten Brutvögel Deutschlands, der sich bei der Zählaktion mit hoher Wahrscheinlichkeit zeigt, ist der Buchfink. Er tritt am Futterhaus eher diskret in Erscheinung. Bei Buchfinken unterscheiden sich die Geschlechter deutlich: „Männchen sind durch ihren graublauen Kopf und Nacken sowie die leuchtend rotbraune Färbung von Brust und Bauch leicht erkennbar. Bei den Weibchen muss man genauer hinsehen: Sie sind oberseits grünbeige und unterseits graubeige gefärbt. Beide Geschlechter haben zwei auffällige weiße Flügelbinden, die im Sitzen und im Flug erkennbar sind“, beschreibt der Vogelkenner. Ein weiteres Erkennungszeichen ist der kräftige Schnabel, mit dem die Körnerfresser Bucheckern und allerlei Sämereien fressen können.

Mitmachen geht ganz leicht

Wer mitmachen will, beobachtet eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park und meldet die Ergebnisse dem NABU. Von einem ruhigen Beobachtungsplatz aus wird von jeder Art die höchste Anzahl Vögel notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu sehen ist. Die Beobachtungen können per Vogelwelt-App, zu finden unter www.NABU.de/vogelwelt, unter www.stundederwintervoegel.de oder unter www.NABU.de/onlinemeldung bis zum 16. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 7. und 8. Januar, jeweils von 10 bis 18 Uhr, die kostenlose Rufnummer 0800 1157-115 geschaltet.

Hintergrund:

Alle Infos zur Aktion sowie Downloads (Zählhilfe, Faltblatt, Meldebogen): www.stundederwintervoegel.de

Videos zum Einbinden, Info-Grafiken zum Thema „Wer frisst was?“: www.NABU.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-wintervoegel/ueber-die-aktion/medieninfos.html

Tipps zur Fütterung: www.NABU-BW.de/tiere-und-pflanzen/voegel/voegelnhelfen/vogelfuetterung/

Meisen im Winter: https://www.youtube.com/watch?v=-mYWuGvsx_Y

 

PM NABU (Naturschutzbund Deutschland), Landesverband Baden-Württemberg e. V.

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