Nur Vorteile: Veganer Braten statt „Martinsgans“ schützt die Tiere und schont den Geldbeutel

Vegan statt arm: Aktuell häufen sich die Meldungen, dass der Gänsebraten für die klassische Martinsgans am 11.11. dieses Jahr sehr teuer wird – Branchenkenner gehen von bis zu doppelt so hohen Preisen wie in den Vorjahren je tote Gans aus: So kostet eine deutsche Gans aus der herkömmlichen Haltung derzeit etwa 64 Euro, was einem Kilopreis von fast 20 Euro entspricht.

Gaspreissteigerungen, Inflation und die Nachwirkungen der Coronapandemie sind dafür die Gründe. PETA weist in diesem Kontext darauf hin, dass ein veganes Festtagsessen deutlich günstiger ist und gleichzeitig Tierleid verhindert. Als Alternativen schlägt die Tierrechtsorganisation vor, vegane Geflügelfilets zu verwenden – die durchschnittlich vier Euro pro Kilo günstiger zu haben sind – oder einen veganen Festtagsbraten aus Bohnen und Süßkartoffeln, einen Linsenbraten oder sogar eine vegane Foie gras zuzubereiten – und so den eigenen Geldbeutel und gleichzeitig Tiere zu schützen.

„Gänse leiden enorm in der Mast. Sie werden in viel zu großen Gruppen ohne natürlichen Familienverbund gehalten. Außerdem werden ihnen fast immer Wasserflächen vorenthalten, obwohl sie normalerweise ihr Leben am und im Wasser verbringen würden“,so Bettina Eick, Biologin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Es gibt so viele pflanzliche Gerichte wie Linsenbraten oder vegane Foie gras, die lecker sind und für die kein Tier leiden und sterben musste – und günstiger sind sie noch dazu!“

Hintergrundinformationen:

In den Mastbetrieben, aus denen auch die sogenannte Martinsgans kommt, werden die Tiere wie Produkte behandelt. In solchen Betrieben sollen die Vögel möglichst schnell an Gewicht zulegen, um mit ihnen den größtmöglichen Profit zu machen. Die Zucht auf einen hohen Fleischansatz kann bei den Gänsen zu schmerzhaften Knochenverformungen und Kreislauferkrankungen führen. Hinzu kommt die Haltung in großen Gruppen ohne den natürlichen Familienverbund. Familiengründung und Partnerschaft wird den sozialen Vögeln genauso verwehrt wie Bademöglichkeiten. Dabei verbringen Gänse den Großteil des Lebens im oder am Wasser, in der Zucht und Mast haben sie fast nie die Möglichkeit, zu schwimmen oder ihr Gefieder sauber zu halten. Stattdessen werden sie im matschigen Auslauf oder verkotetem Einstreu im engen Stall gehalten. Die artwidrige Haltung führt dazu, dass viele Gänse sterben, bevor sie zum Schlachthof transportiert werden: Gelenkentzündungen, Atemnot, Herzanfälle, gebrochene Beine oder sogar der vorzeitige Tod durch das Zertrampeln durch Artgenossen können die Folgen der Haltungsbedingungen in der Mast sein. Allen Gänsen wird nach einem meist qualvollen Leben und leidvollen Transport im Schlachthof die Kehle aufgeschlitzt. Die Tiere werden zur Betäubung entweder kopfüber an ihren empfindlichen Füßen aufgehängt und durch ein Strombad gezogen oder aber bei der CO2-Betäubung mit dem Gas Kohlenstoffdioxid sediert, das stark auf den Schleimhäuten brennt und zu schweren Erstickungserscheinungen führen kann. Danach wird den Gänsen die Kehle zum Ausbluten durchtrennt. Es kommt immer wieder vor, dass eine vollständige Betäubung ausbleibt, sodass die Gänse während des Ausblutens bei Bewusstsein sind und furchtbare Schmerzen erleiden.

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

PM PETA

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