Was kann man von den Bundesliga Clubs aus Baden-Württemberg erwarten

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel und ein Spiel dauert 90 Minuten“. Momentan sind wir nicht nur vor dem nächsten Spiel, sondern vor einer neuen Saison. Diese ist bei zwei der drei Clubs aus Baden-Württemberg unterm Strich nicht ganz so verlaufen, wie diese es sich vorstellten. Die TSG aus Hoffenheim blieb hinter den selbstgesteckten Zielen und den Erwartungen der meisten zurück, auch wenn das eigentlich, außer in Sinsheim, nicht viele Interessierte. Der VfB Stuttgart musste sich zum Ende der Saison sogar im Abstiegskampf sehen. Einzig der SC Freiburg konnte überzeugen. Auch wenn es zu dem erträumt erträumten Champions League Platz nicht ganz gereicht hat, ist mit dem Erreichen des DFB-Finales und der Europa League das Saisonziel übertroffen worden.

Nach der Saison ist vor der Saison

Während einige Spieler der drei Vereine noch internationalen Pflichten mit ihren Nationalmannschaften erfüllen, sonnen sich andere im verdienten Urlaub und genießen die Zeit. Für die Vereinsführungen und die Teamchefs sieht die Sache ganz anders aus. Die Budgetplanungen sind so gut wie abgeschlossen und die Kaderplanung in vollem Gang. Bei den Buchmachern stehen die Freiburger auch für die kommende Saison am höchsten in der Tabelle. Bei einem Wettanbieter Vergleich sehen die meisten Anbieter die Breisgauer erneut in den Top 6 der Liga. Stuttgart und Hoffenheim bewegen sich auf Augenhöhe, werden aber zum momentanen Zeitpunkt nicht als europa-Kandidaten angesehen. Schauen wir aber auf die einzelnen Bundesliga Clubs aus Baden-Württemberg und was die Aussichten für die Bundesliga Saison 2022/23 sind.

VfB Stuttgart

Die Stuttgarter mussten nach der letzten Saison erstmal tief durchatmen. So knapp wie es am Ende war, hatten es sich die Schwaben sicherlich nicht vorgestellt. Allerdings gibt es statt der verdienten Ruhe umgehend wieder Schlagzeilen, die man besser nicht lesen will. Der Atakan Karazor wurde in seinem Urlaub auf Ibiza wegen angeblicher Vergewaltigung verhaftet. Der in Essen geborene Mittelfeldspieler hat erst im Mai seinen Vertrag bis 2026 verlängert und sich langfristig and den VfB gebunden.

Sicher ist, dass der VfB weniger Unterstützung im eigenen Stadion bekommt. Das liegt nicht am mangelnder Zuschauerinteresse, sondern daran, dass die Daimler Benz Arena im Vorfeld der EM 2024 teilweise umgebaut und renoviert wird. Damit verringert sich die Kapazität der Arena um etwa 10.000 Zuschauer für die kommende Saison.

Auf dem Transfermarkt ist es zum jetzigen Zeitpunkt noch relativ ruhig. Bei Daniel Didavi und Erik Thommy läuft der Vertrag aus und wird nicht verlängert. Dem gegenüber stehen mit Antonis Aidonis aus Dresden und Philipp Klement vom SC Paderborn zwei Spieler, die als Leihgaben zum VfB stoßen. Auch der Trainerposten von Pellegrino Matarazzo ist noch nicht trockenen Tüchern. Sonst gibt es noch wenig Handfestes. Sicher ist, dass sich der VfB einen besseren Tabellenplatz und weniger Zittern als Ziel für die neue Saison gesetzt hat.

SC Freiburg

Der Umzug vom Dreisamtstadion in das nagelneue Mooswaldstadion, in Deutschland bessert bekannt als Europa Park Stadion, hat besser geklappt, als dies die meisten außenstehenden dachten. Die Fans des Sportclubs aus Freiburg machen jedes Heimspiel zu einem Fest. Die tolle Leistung der Mannschaft bildet aber auch die passende Basis für diese Fußball Partys.

Hauptverantwortlicher für diese Leistung ist Christoph Streich, der durch seine wunderbare Art mittlerweile Kultstatus besitzt. Bis auf die Leipzig Fans hätte wohl ganz Fußball-Deutschland Streich gerne mit dem DFG-Pokal in der Hand gesehen.

Für die kommende Saison muss man den schmerzhaften Abgang von Nico Schlotterbeck nach Dortmund verkraften. Allerdings hat man mit Matthias Ginter auch einen ganz starken Rückkehrer, in dessen Adern Freiburger Blut fließt. Ziel der Saison ist es den Platz in der Bundesliga zu halten und vielleicht auch in der Europa League über die Gruppenphase hinauszukommen.

TSG 1899 Hoffenheim

Die TSG Hoffenheim gehört mit über 11.000 Mitgliedern zu einem der größten Vereine in Deutschland, dem Profiteam schlagen jedoch aufgrund des Geschäftsmodells nicht in allen Stadien Sympathien entgegen. Dies bekommt man bei Gastspielen in manchen Stadien deutlich zu spüren. Nach der Trennung von Sebastian Hoeneß als Cheftrainer wird auf der Vereinsseite Kai Herdling als offizieller Cheftrainer geführt, allerdings wird sich hier wohl noch etwas tun.

Sicherlich ist es nicht einfach ohne Cheftrainer und dessen Ideen bezüglich Spielausrichtung und Strategien auf dem Transfermarkt aktiv zu werden. Nachdem in der letzten Saison der Kader jedoch kräftig abgespeckt wurde, wird wohl Herr Hopp wieder in die Tasche greifen müssen, damit die nächste Saison etwas erfreulicher verläuft.

PM

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