Die Rückkehr nach einer Verletzung: Tennisspieler können ein erfolgreiches Comeback feiern

Eine Verletzung ist für jeden Sportler ein großer Rückschritt, schließlich verhindert sie nicht nur die Ausübung der Sportart, sondern auch die Möglichkeit, sich beständig weiterzuentwickeln. Beim Tennis kann es ebenso schwierig werden, an die alte Stärke wieder anzuknüpfen. Damit dies funktioniert und das Comeback ein Erfolg wird, ist es wichtig, einige Punkte zu beachten. Sie helfen nicht nur dabei, die Verletzung psychisch zu verkraften, sondern auch in alter Stärke auf den Platz zurückzukehren. Immerhin fragen sich viele Tennisspieler, ob es denn nach einer Verletzung überhaupt möglich ist, in alter Frische Tennis zu spielen.

Foto: Tennis ist ein erfolgreicher Breitensport, der vor allem im Sommer zahllose Amateure anlockt.

Der Breitensport ist aus der Freizeitgestaltung zahlreicher Bürger nicht mehr wegzudenken. Das haben auch zahlreiche Stadtväter erkannt, die ihre Entscheidungen nach den Wünschen der Bürger ausrichten. Bestes Beispiel dafür war eine Umfrage der Stadt Eislingen, die Aktive und jene, die es noch werden möchte, mit einem Fragebogen bat, sich und ihre Ideen in die Sportentwicklungsplanung einzubringen. Diese soll den Sportlern auch in Zukunft attraktive Möglichkeiten bieten. Die entsprechende Infrastruktur ist wichtig, damit der Sport auch weiterhin Menschen aus allen Schichten begeistert und zum Mitmachen animiert. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch Gesundheit oder ein erfolgreiches Comeback nach einer Verletzung. Was Rafael Nadal oder der Dauerverletzte Tommy Haas einst geschafft haben, können auch Amateur-Tennisspieler erreichen.

Die Profis machen es vor

Wie schwierig die Rückkehr zum Tennis sein kann, beweist gerade die ehemalige Nummer 3 des Profitennis. Der Österreicher Dominic Thiem feierte vor 20 Monaten den größten Erfolg seiner Karriere und steht nun vor einem Rätsel. Im vierten Anlauf gelang es ihm endlich, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Nach seinem Triumph bei den US Open stieg er zur Nummer 3 der Welt auf und galt als logischer Nachfolger der Superstars Rafael Nadal und Novak Đoković. Doch es sollte anders kommen. Nach einer hartnäckigen Verletzung an der Hand kämpft der Österreicher seit Wochen darum, endlich wieder einen Sieg auf dem Tennisplatz zu feiern, doch bisher sind alle Versuche erfolglos geblieben.

Nach sechs Niederlagen in Serie nimmt er sein missglücktes Comeback mit Humor und sieht sich nicht als Favorit bei den gerade begonnenen French Open. Dort stand er 2018 und 2019 im Finale und unterlag Nadal. Der Spanier hingegen gilt auch in diesem Jahr wieder als Mitfavorit. Bei den Buchmachern von 888 liegt er bei den Tennis Wetten der French Open mit einer Quote von 2,85 (Stand: 18.5.2022) auf dem zweiten Platz der Favoritenliste. Nadal gilt nach seiner Knieverletzung als perfektes Beispiel dafür, wie man ein erfolgreiches Comeback im Tennis absolviert. Schließlich spielt auch hier das Timing eine wichtige Rolle. Doch zunächst geht es bei Verletzungen darum, diese für sich zu akzeptieren.

Die Verletzung mental verarbeiten

Bei Tennisspielern ist der gefürchtete Tennisarm eine häufig auftretende Verletzung. Dieser verursacht schnell eine Pause, die mehrere Monate dauern kann, vor allem, wenn er chronisch geworden ist. Daneben ist auch das Handgelenk bei Tennisspielern besonders anfällig für Verletzungen. Doch bevor eine erfolgreiche Rückkehr in den Tennissport gelingen kann, ist es zunächst notwendig, die Verletzung als solche zu akzeptieren. Ist sie erst einmal passiert, kann der Spieler nichts mehr an diesem Zustand ändern.

Zorn und Ärger können die Heilung nicht vorantreiben, daher ist es angebracht, das Geschehene zu verarbeiten. Das klingt einfacher als es ist, doch gerade ehrgeizige Sportler haben Probleme damit, eine Einschränkung zur Kenntnis zu nehmen. Verletzungen werfen Spieler in ihrer Entwicklung zurück, dessen muss man sich bewusst sein. Je früher man seine Einschränkung akzeptiert, desto schneller kann die Genesung starten. Schließlich bedeutet ein Tennisarm, oder eine Verletzung am Handgelenk nicht, dass man keinen Sport mehr treiben kann. Als Übergangslösung bietet sich beispielsweise das Laufen an. So bleiben Sportler auch in ihrer Verletzungspause aktiv und können die Bewegung in der Natur für sich und ihre Psyche nutzen.

Analysieren, bewerten und reagieren

Ist dieser Prozess abgeschlossen, geht es daran, den Grund für die Verletzung zu analysieren und daraus zu lernen. Schließlich soll dies im Idealfall nicht noch einmal passieren. Hier können Amateure von Profis lernen. Rafael Nadal musste nach seiner schweren Verletzung am Knie akzeptieren lernen, dass seine Art, Tennis zu spielen, läuferisch für ihn zu intensiv ist. Sein Knie wurde dadurch zu stark belastet, die Verletzung war eine logische Folge daraus. Nadal stellte daher sein Spiel auf Basis dieser Erkenntnisse um. Er versucht nun, seine Punkte bereits am Netz abzuschließen und legt noch mehr Wert auf seinen Aufschlag. Die Auswirkungen dieser Änderungen sind bekannt. Der Spanier spielt seit vielen Jahren auf allerhöchstem Niveau und konnte lange Zeit sogar dem Ansturm der nachfolgenden Generation standhalten.

Verletzungen können also ein klares Anzeichen von Spielschwächen sein. Diese betreffen zumeist die Spieltechnik, muskuläre Defizite im Schlagarm oder den Tennisschläger selbst. Wer mit dem falschen Modell spielt, wird früher oder später Probleme bekommen. Wer den Grund seiner Verletzung umfassend analysiert und daraus die richtigen Schlüsse zieht, baut für seine sportliche Zukunft vor.

Diese ist mit zunehmendem Alter immer größeren Belastungen ausgesetzt. Daher benötigt der Körper auch längere Phasen der Regeneration. So können aus kleinen körperlichen Problemen keine großen Verletzungen erwachsen. Natürlich ist es für jeden begeisterten Sportler schwer, eine Pause einzulegen, doch diese wirkt oft Wunder, wenn es darum geht, den eigenen Körper zu schonen.

Foto: Der richtige Schläger ist ein Aspekt, der mithilft, Verletzungen zu verhindern.

Den perfekten Zeitpunkt wählen

Zeit ist abschließend auch beim Timing des Comebacks ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Wer zu früh zum Schläger greift, riskiert einen Rückfall und damit noch mehr Frust. Verletzungen sollten immer zu 100 Prozent ausgeheilt werden, bevor man wieder den Platz betritt. Ein zu frühes Comeback überfordert den Körper. Bei einer neuerlichen Verletzung wird es so noch schwieriger, die Verletzung mental zu verkraften und sich selbst aus dieser psychischen Grube zu befreien. Daher sollten Tennisspieler zunächst im Training vorsichtig testen, wie weit sie gehen können. Das gibt ihnen die Chance, herauszufinden, ob ihr Körper der Belastung gewachsen ist oder nicht. Wer beim Spielen weiterhin Schmerzen verspürt, sollte sein Comeback verschieben. Nur, wenn man schmerzfrei auf dem Platz steht, kann man Höchstleistungen erzielen. Schließlich sendet der Körper bereits ein Signal, dass etwas nicht stimmt. Dies zu ignorieren, rächt sich zumeist schnell.

Verletzungen gehören zum Sport. Nur wer diese akzeptiert und die richtigen Schlüsse daraus zieht, kann erfolgreich zurückkehren. Immerhin geht es beim Tennis vor allem um den Spaß am Spiel. Diese Freude sollte nach dem Comeback im Vordergrund stehen, die Leistung kommt in Folge wie von selbst.

 

PM

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