8 Fakten über die Regeln für Onlinecasinos in Österreich

Videospiele und Onlinecasinos erfreuen sich in Österreich steigender Beliebtheit. Bereits 2019 meldete der ORF, dass 5,3 Millionen Bundesbürger regelmäßig im Internet im Internet spielen. Diese Zahl ist während der Coronapandemie noch einmal deutlich gestiegen. Gerade im Hinblick auf Casinos gibt es rechtlich allerdings einiges zu beachten. Wir präsentieren Euch acht wichtige Fakten, die neue und alte Spieler wissen sollten, wenn sie sich an online Roulette, Blackjack, Spielautomaten oder Poker versuchen wollen.

1. Casinos in Österreich werden vom Finanzministerium lizensiert

In Österreich gibt es keine eigene Behörde, die für die Regulierung von Online casinos oder Online glücksspielen zuständig ist. Zuständig ist das Bundesministerium für Finanzen. Mit der geplanten Neugestaltung der Glücksspielgesetzgebung soll zukünftig allerdings ein Richtersenat zuständig werden. Dies soll vor allem politische Einflussnahme wie in der Vergangenheit verhindern.

2. Grundsätzlich müssen Spieleanbieter ihren Sitz in Österreich haben

Das österreichische Glückspielgesetzt sieht grundsätzlich vor, dass Anbieter von Online casinos ihren Sitz in Österreich haben müssen, nur dann gibt es vom Bundesfinanzministerium eine Konzession. Aktuell besitzt nur ein einziges Unternehmen eine solche offizielle Erlaubnis (win2day), womit faktisch ein Monopol besteht. Und das bis mindestens 2027, denn solange ist diese Lizenz erteilt. Zwar wird über diese faktische Monopolstellung bereits lange diskutiert und eine Aufhebung war geplant, das Resultat ist bisher allerdings keine Freigabe für andere Casinos in Österreich, sondern lediglich eine Steuererleichterung für den Monopolisten, um ihn vor der Onlinekonkurrenz zu schützen. Für eine Anpassung im Markt der Casino spiele wird es also wirklich Zeit.

3. Anbieter mit EU-Lizenzen aus Malta, Irland oder Gibraltar sind sicher, nutzen aber einen rechtlichen Graubereich

Zunächst sollte man festhalten, dass Online casinos mit beispielweise einer EU-Lizenz der Malta Gaming Authority sicher sind. Die MGA – als Beispiel – ist eine offizielle Behörde Maltas, zu deren Aufgaben die Regulierung von Online casinos gehört, um Fairness und Transparenz des Spielangebots in Casinos sicher zu stellen. Zu diesem Zweck kann die Malta Gaming Authority auch Lizenzen entziehen oder sogar Bußgelder verhängen. Sie unterliegt natürlich der europäischen Gesetzgebung, weshalb sich Anbieter von Online casinos auf die EU-Dienstleistungsfreiheit berufen. Auch wenn das Land Österreich hier anderer Auffassung ist, gelten die Lizenzen grundsätzlich in der gesamten EU. Wer sich also auf die Jagd nach einem der Jackpots bei einem der Spieleanbieter mit EU-Lizenz macht, muss sich keine Gedanken um unsichere Einzahlungen oder Auszahlungen machen.

4. Unseriöse Spieleangebote können mit einer Netzsperre belegt werden

Die österreichischen Behörden können unseriöse Anbieter mit einer Netzsperre belegen und so Spieler schützen. Faktisch werden mit so einer Netzsperre aber tatsächlich nur die „schwarzen Schafe“ belegt. Uns ist kein einziger Fall bekannt, in dem ein Anbieter mit einer offiziellen europäischen Lizenz von so einer Netzsperre betroffen war, was vermutlich daran liegt, dass obwohl im rechtlichen Graubereich, diese Casinos sehr wohl als sicher gelten – selbst in den Augen der Behörden.

5. Sportwetten gelten nicht als Glücksspiel

Roulette, Blackjack, Slots – jeder Spieler weiß, dass diese Casino games Glücksspiele sind. Aber wie sieht es mit Poker und Sportwetten aus? Pokern gilt bereits seit 2013 ebenfalls als Glücksspiel. Anders sieht es hingegen mit Sportwetten aus, diese gelten offiziell als Geschicklichkeitsspiel. Anbieter von Sportwetten benötigen daher keine Lizenz in Österreich. Die Begründung dafür scheint einfach: Sportwetten basieren im Gegensatz zu Casino angeboten nicht auf Zufall. Ob das – auch im Hinblick auf Poker spiele tatsächlich stimmt – überlassen wir an dieser Stelle Eurer Bewertung.

6. Gewinne und Jackpots aus Casino spielen sind steuerfrei

Einnahmen durch Glückspiel – und dazu zählt ebenfalls Poker – zählen zu den nicht steuerbaren Einkünften. Dies gilt grundsätzlich für alle möglichen Spielangebote, die in Online casinos angeboten werden. Etwas unsicherer ist die Rechtslage für professionelle Pokerspieler, darüber müssen sich Gelegenheitsspieler und Neueinsteiger allerdings keine Gedanken machen. Eine wichtige Abweichung sollten allerdings alle Spieler kennen: wer sich Gewinne von Casinoseiten auszahlen lässt, die keine europäische Lizenz besitzen, wird unter Umständen Kapitaleinfuhrsteuer auf sein Geld zahlen müssen. Das kann bereits für die Einzahlung auf solchen Seiten gelten. Sicherer und günstiger ist es somit in jedem Fall einen Anbieter mit einer offiziellen Lizenz zu wählen.

7. Verluste in Online casinos sind unter Umständen rückforderbar

Ein Fakt der vermutlich viele Spieler überraschen wird. 2017 hat das Oberste Gerichtshof einem Spieler eine Rückforderung seiner Spielverluste zuerkannt aufgrund der fehlenden Landeslizenz des betroffenen Casinos. Spieler, die sich allerdings auf eine solche „Rückversicherung“ verlassen, sei gesagt, dass man sich damit nicht nur vom Spielen auf Online seiten faktisch ausschließt, auch Jackpots und andere Gewinne sind dann nicht mehr verfügbar.

Das Urteil zeigt aber vor allem eines: Anbieter von Online casinos mit einer europäischen Lizenz stehen ggf. unter der österreichischen Gerichtsbarkeit und operieren nicht in einem rechtsfreien Graubereich – was nur einmal mehr die Sicherheit der angesprochenen Lizensierungsverfahren unterstreicht.

8. Gesetzesänderungen für Online casinos in Österreich ab 2022

Bereits seit dem Frühjahr 2021 wird über ein neues Glückspielgesetz in Österreich verhandelt. Anlass dafür sind nicht nur neuere Urteile des Europäischen Gerichtshofs, sondern auch die weitreichenden Änderungen, die das Nachbarland Deutschland plant. Dort wird es zukünftig voraussichtlich einfacher sein Lizenzen zu bekommen, da sich die deutschen Nachbarn nicht länger mit dem immensen Verlust von Steuern zufriedengeben wollen. Denn Steuern werden für die Spieleanbieter nur im lizenzgebenden Land fällig.

Neben den bereits erwähnten Änderungen im Hinblick auf die Zuständigkeit für Casinos, sind die Kernpunkte des Gesetzes ebenfalls die Lizenzierung und Besteuerung von Online casinos, die Erstellung von Zentralregistern für gesperrte Spiele zum Schutz vor Abhängigkeit und die Neuregelung von Werbung für Onlinecasinospiele.

Online spielen in Österreich – eine Zusammenfassung

Auch wenn es tatsächlich noch einige offene Fragen  im Hinblick auf Online casinos in Österreich gibt und man in der Tat von einem „Graubereich“ reden kann, ist der Markt und die Anbieter innerhalb der europäischen Grenzen sehr sicher und kann von allen Spielern ohne große Befürchtungen genutzt werden. Offen bleiben aktuell Fragen zur Zukunft der österreichischen Regelungen. Das angestaubte Monopol bei Casinos erscheint zumindest fragwürdig.

Die geplanten Gesetzesänderungen sollen 2022 in Österreich in Kraft treten. Natürlich werden wir Euch weiter und ausführlicher über die Internet regulierung für Casino spieler auf unseren Seiten informieren. Insbesondere Spieler, die mit echtem Geld online spielen, haben schließlich ein Recht darauf umfassend informiert zu sein und für sich das sicherste und beste Casino zum Spielen zu finden. Unsere Aufgabe sehen wir darin Euch bei dieser Wahl bestmöglichst zu unterstützen, damit wir Spieler auch in Zukunft unbeschwert alles genießen können, was die Casinobetreiber online an Unterhaltung, Spielauswahl und Spaß anbieten.

 

PM

 

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