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Umsonst spielen – gibt es einen Haken?

Das Leben ist heutzutage teuer genug. Mieten, Benzinpreise und Stromkosten steigen seit Jahrzehnten kräftig an – ganz im Gegensatz zu den Reallöhnen. Da ist es besonders erfreulich, wenn es ausnahmsweise einmal etwas umsonst zu haben gibt. Im Internet ist das des öfteren der Fall, zum Beispiel bei Online-Games. Der Volksmund kennt hierzu zwei Sichtweisen. „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“, rät er den Menschen seit jeher. Er weiß aber auch: „Nichts ist umsonst“. Welche dieser Sichtweisen trifft nun auf Gratis-Spiele zu? Das kommt ganz darauf an.

Bonus für Casino-Games

Zahlreiche Plattformen für Casino-Games werben mit Freispielen und Gratis-Guthaben für Neukunden. Dabei gibt es zwei verschiedene Varianten: Einmal gibt es Einzahlungsboni, die nur gutgeschrieben werden, wenn der Spieler einen Mindestbetrag einzahlt. Der Nutzer hat dann zum Beispiel das Doppelte seiner Einzahlung zur Verfügung, um zahlungspflichtige Angebote wie Baccarat oder Roulette-Spiele zu nutzen. Wirklich umsonst ist das allerdings nicht. Die andere Variante ist ein Bonus ohne Einzahlung. Die Konditionen sind dabei unterschiedlich, denn es gibt immer wieder neue Casino Bonus ohne Einzahlung Angebote. Manchmal gibt es zur Anmeldung Freispiele, die nur an bestimmten Slots eingelöst werden können, manchmal gibt es auch ein kleines Guthaben zur freien Verwendung. Die Online Casinos, die solche Boni ohne Einzahlung anbieten, hoffen natürlich darauf, dass der Spieler irgendwann zusätzliches Geld einzahlt. Dazu kann ihn aber niemand zwingen. Insofern haben diese Gratis-Spiele tatsächlich keinen Haken.

Free-to-play Spiele

Viele Gratis-Spiele sind auch sogenannte Free-to-play oder Freemium-Spiele. Das heißt im Klartext: Sie können zwar umsonst gespielt werden. Es gibt aber Funktionen, die nur gegen Bezahlung freigeschaltet werden. Das klingt zunächst wie ein faires Angebot. In der Praxis ist es aber oft so, dass der Spieler geradezu genötigt wird, im Spiel Geld auszugeben. Nachdem er einige Stunden in den Aufbau seiner Spielwelt investiert hat, muss er plötzlich ein neues Objekt kaufen, um sein Ziel zu erreichen. Bei Multiplayer-Games ist es oft nur durch gekaufte Gegenstände und Fähigkeiten möglich, mit den anderen Spielern mitzuhalten. Und manchmal ist der Spielablauf einfach unglaublich langsam. Um ihn zu beschleunigen muss der Nutzer – was sonst – tief in die Tasche greifen. Diese Form des Gratisspiels ist also eher eine Mogelpackung. Eine weitere Variante sind werbefinanzierte Spiele. Hier kommt der Spieler immerhin in den Genuss aller Funktionen. Allerdings muss er dafür immer wieder lästige Anzeigen in Kauf nehmen. Ob sich das lohnt ist wohl Ansichtssache.

Nicht-kommerzielle Spiele

Es gibt auch Spiele, die ganz ohne kommerzielle Hintergedanken veröffentlicht werden. Dabei handelt es sich oft um Hobbyprojekte von Programmierern oder Fans. Die Qualität solcher Spiele ist durchwachsen. Viele solche Games taugen nur wenige Minuten zur Unterhaltung, bevor sie anfangen, langweilig zu werden. Oder sie stecken voller Programmierfehler, die schon von Anfang an den Spielspaß verderben. Der Haken bei diesen Gratisspielen ist also kein Hintergedanken des Entwicklers – sondern einfach die schlechte Qualität. Natürlich gibt es hin und wieder auch Ausnahmen von dieser Regel. Sie sind allerdings eher selten und nicht leicht zu finden. Wer auf der Suche nach Spaß ist, sollte sich daher auf diesem Gebiet nicht allzu viel erhoffen.

 

PM

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