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Traurig, aber leider bittere Realität. Der blinkenden Produkt – Idee, die Leben retten sollte geht das Licht aus.

Frust, Resignation und Enttäuschung machen sich breit. Viele Jahre harter Arbeit und Mühe waren   vergebens. Ich stehe vor der endgültigen Aufgabe meiner Mission – einer offensichtlich sinnvollen Maßnahme, die mit vergleichsweise kostengünstigem  Mitteleinsatz  geeignet erscheint zur Optimierung im Rettungswesen beizutragen –   so die Einschätzung aus dem Bundesgesundheitsministerium.

Zum Thema: Dreißig Jahre   im Einsatzdienst – 25 Jahre   als staatl. anerkannte Rettungsfachkraft hauptberuflich in der Göppinger Notfallrettung. In dieser Zeit,  habe die Erfahrung gemacht, dass nach einem Notruf aus dem häuslichen Bereich,   oftmals wertvolle Zeit vergeht, weil Rettungsdienste und Notärzte die Wohnung oder das Haus aus dem der Hilferuf kam erst suchen müssen, denn gut sichtbar ist die im Notfall lebensrettende Ziffer an der Hauswand nur selten.

Hausnummern sind meistens nicht beleuchtet, verdeckt angebracht, und oftmals fehlen sie ganz. Die Suche nach dem richtigen Haus mit der richtigen Nummer kostet wertvolle Zeit, die letztendlich den oftmals von Angst, Leid und Schmerzen gepeinigten Patienten verloren geht. Zeit bedeutet im Wirtschaftsleben Geld, in der Notfallmedizin Leben. Leben, Tod oder lebenslange Behinderung, wenige Minuten machen den Unterschied. Schließlich ist bei einem Herzinfarkt oder Schlaganfall entscheidend, wann Notarzt und Rettungsdienste eintreffen.

Ein blinkendes Notfallschild im Fenster, der Toreinfahrt oder an der Haustüre könnte   die Retter zielsicher zu den Hilfebedürftigen leiten. Erdacht wurde es von mir  in einer meiner langen Nachtdienste. Ich habe mich darüber gefreut, dass es nun endlich möglich wird, der Bevölkerung ein Hilfsmittel anbieten zu können, dass aus den Erfahrungen des täglichen Einsatzgeschehens entstanden ist, und Leben retten hilft,  denn bei mehr als vier Millionen Notfallpatienten, die es Jahr für Jahr in Deutschland gibt, und weil niemand ausschließen kann, dass er selbst einmal Notfallpatient wird, ist das Notfallschild wie Feuerlöscher und Verbandkasten für jeden Haushalt  zu empfehlen – unabhängig vom gegenwärtigen gesundheitlichen Zustand und Alter.

Trotz hohem Einsatz ist es mir bis heute nicht gelungen, meine lebensrettende Produktidee „blinkendes Notfallschild“ flächendeckend auf den Markt zu bringen. Auch die Fa. Schilder – Klar konnte meine Vorstellungen   nicht verwirklichen.

Da in meinem Projekt sehr viel Herzblut und Praxiswissen steckt, und die Suche nach dem richtigen Haus mit der richtigen Nummer trotz moderner Navigation immer noch zum Alltag von Rettungsdiensten und ärztlichem Notdienst gehört, habe ich das Thema noch mal „ausgegraben“.

Von der DPA, vom ARD Morgenmagazin,  RTL, SAT 1, Bergisch Lokalzeit, dem SWR  und vielen anderen Programm – Anbietern nebst zahlreicher Printmedien wurden   zahlreiche Beiträge über das Notfallschild produziert und veröffentlicht.

Vom MDR in der Sendung „einfach genial“ wurde das Notfallschild mit einem hohen Geldpreis ausgezeichnet. (2. Platz)     Dennoch – die Umsetzung in Praxe (Markteinführung) ist mit nicht gelungen. Anbei im Anhang eine kleine Auswahl zur Themen – Einblicknahme.

http://www.aaleninfo.de/nov10/17/notfallschild.htm

https://www.youtube.com/watch?v=wn49eyeZWpc

 

 

Alfred Brandner

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