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Sonntagsgedanken zum 3. Advent 2018: Licht für die Welt

Ich mag die Adventszeit. Auch wenn es mal regnet oder schneit und irgendwann auch richtig kalt wird. Aber dafür gibt es jede Menge Lichter in dieser Zeit. In unserem Esszimmer gibt es einen Adventskranz – morgen wird schon die dritte Kerze an ihm angezündet. In den Straßen leuchten viele Lichter und machen die langen Nächte ein bisschen heller. Und die Kerzen am Weihnachtsbaum – ja, wir haben noch richtige Kerzen – bringen Wärme und Licht ins Wohnzimmer.

Ich mag die vielen Lichter. Sie gehören zur Adventszeit, nicht nur aus Tradition oder weil es schön aussieht. Sie sind für mich der Ausdruck für Gottes Licht, das in die Welt gekommen ist. In der Geburt Jesu, an die wir jedes Jahr an Weihnachten denken, kommt Gott selbst zur Welt, lässt sich ein auf die Höhen und Tiefen menschlicher Existenz. Weil er da ist, sind die Dunkelheiten der Welt nicht mehr undurchdringlich.

Wir brauchen Licht. Wir brauchen Hoffnung. Gerade in einer Welt, die manchmal ganz schön hoffnungslos aussieht. Terroranschläge, politische und wirtschaftliche Kriege, Armut und Ungerechtigkeit – das alles kann einem ja wirklich Sorge und Angst machen. Da hilft es zu hören: ihr seid nicht allein. Gott ist nahe. Sein Licht scheint auch in der Finsternis.

Gottes Licht braucht viele Lichter. Und damit meine ich nicht die Kerzen und elektrischen Lichter, die in der Adventszeit so stimmungsvoll leuchten. Jesus selbst sagt von sich, er sei das Licht der Welt. Und zugleich spricht er die Menschen an, die zu ihm gehören: ihr seid das Licht der Welt. Das mag heißen: es braucht Menschen, die etwas ausstrahlen von ihrem Glauben, von ihrer Hoffnung, von ihrer Liebe. Menschen, die einander sehen. Menschen, die einander helfen. Menschen, die das Dunkel ein bisschen erhellen.

Ich mag die Adventszeit. In ihr denke ich daran, dass Gott Mensch geworden ist. Und ich wünsche mir, dass auch die Menschen menschlicher werden. Zu Menschen, wie Jesus sie sieht: als Licht der Welt!

Dekan Rolf Ulmer

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