Diese WM-Momente sind legendär

Die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar hat die Gruppenphase hinter sich gelassen und nimmt Kurs auf die Entscheidung. In der K.-o.-Phase wird sich zeigen, ob weitere Favoriten vorzeitig nach Hause reisen müssen.

Nach dem enttäuschenden Abschied von Deutschland steht die heimische Fußball-Nationalmannschaft vor einem Neubeginn. Allzu viel Zeit dafür hat der Bundestrainer jedoch nicht, denn schon in zwei Jahren findet in Deutschland die nächste Fußball-Europameisterschaft statt. Spätestens dann sollte sich das Team von dem Schock erholt haben und seinen Status als eine der besten Mannschaften der Welt zurückerobern.

Doch bis dahin ist noch ausreichend Zeit, einen Blick auf legendäre WM-Momente zu werfen. Die folgenden Szenen haben sich tief in das Bewusstsein der Fans eingegraben und sorgen auch heute noch für Erstaunen.

Deutschland wird erstmals Weltmeister

1954 schlug für die Deutsche Fußball-Nationalmannschaft erstmals die große Stunde. Das Team war im Finale gegen Ungarn nur Außenseiter, doch schon damals gelang eine Überraschung. Das kam umso überraschender, als dass die Deutschen im Finale bereits nach acht Minuten mit 0:2 im Rückstand lagen. Doch dann blitzten jene Tugenden auf, für die das deutsche Fußball-Nationalteam lange Zeit berühmt war. Die Spieler holten den Rückstand auf und Helmut Rahm erzielte sechs Minuten vor Schluss den Siegestreffer zum 3:2 Erfolg.

Zidane und Suarez verloren die Nerven

Spitzenfußballer sind auch nur Menschen, vor allem wenn sie in belastenden Situationen überfordert sind. Das haben zahlreiche Stars im Laufe der Jahrzehnte bewiesen. Zwei Beispiele stechen jedoch bis heute aus der Reihe an Aktionen hervor. 2006 standen sich Frankreich und Italien im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft gegenüber. Der französische Kapitän Zinedine Zidane ließ sich dabei zu einer groben Unsportlichkeit hinreißen. Nachdem sein Gegenspieler Marco Materazzi angeblich Zidanes Schwester beleidigt hatte, verpasste ihm dieser einen Kopfstoß. Zidane erhielt die rote Karte und legte damit in seinem letzten Spiel für die französische Fußball-Nationalmannschaft die Grundlage für die spätere Niederlage. Der Vorfall ereignete sich in der Verlängerung beim Stand von 1:1. Das folgende Elfmeterschießen verloren die Franzosen und Italien wurde Weltmeister.

Luis Suarez galt schon vor seinem berühmtesten WM-Auftritt als Beißer. Doch als er bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien den Italiener Giorgio Chiellini im letzten Gruppenspiel in die Schulter biss, war Schluss mit lustig. Die Szene konnte erst in der Video-Wiederholung enthüllt werden, doch sie hatte Konsequenzen. Er wurde nicht nur für vier Monate gesperrt, sondern „erschuf“ gleichzeitig eine neue Wettkategorie. Ab diesem Zeitpunkt boten die Sportwetten-Anbieter Wetten darauf an, ob und wann Luis Suarez wieder im Spiel zubeißen würde. Die Suche danach fiel den Fans nicht schwer, schließlich bieten Expertenseiten wie Bonusfinder Deutschland eine gute Übersicht über die aktuellen Angebote der Branche an.

Die Schande von Gijón

Zu einer Zeit, als Spanien noch von dem Titel träumte, trug sich Deutschland neuerlich in die Geschichtsbücher des Fußballs ein. Doch das Spiel gegen Österreich in Gijón ging als Negativhöhepunkt in die Geschichte ein und erschütterte Fans und Medien gleichermaßen. Nach der 1:0 Führung durch Horst Hrubesch für Deutschland, einigten sich die Spieler stillschweigend auf einen Nichtangriffspakt. Das Ergebnis von 1:0 hätte beiden Teams das Weiterkommen im Turnier gesichert.

Ab diesem Zeitpunkt schoben beide Mannschaften den Ball nur noch hin und her, begleitet von gellenden Pfiffen im Stadion. Leidtragender war Algerien, das durch diesen Nichtangriffspakt aus dem Turnier gekickt wurde. Die Schande von Gijón hatte zur Folge, dass ab diesem Zeitpunkt alle Spiele des letzten Spieltages zeitgleich angepfiffen wurden, um ähnliche Absprachen zukünftig zu verhindern.

Die Hand Gottes verhilft Argentinien zum Sieg

1986 trafen im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko Argentinien und England aufeinander. Rund 115.000 Fans erlebten live mit, wie der damals beste Fußballer der Welt sein Tor mithilfe der Hand Gottes erzielte. Diego Maradona lenkte den Ball mit seiner Hand über die Linie, doch der Schiedsrichter gab das Tor. Wie die TV-Aufzeichnung anschließend einwandfrei nachwies, war das Tor irregulär.

Der Torhüter der Engländer, Peter Shilton, bezeichnete nach dem Spiel die Aktion als Treffer der Hand Gottes. Diego Maradona gab sein Handspiel erst rund 20 Jahre später zu. Auch der zweite Treffer des Argentiniers ging später in die Fußball-Geschichte ein. Maradona legte ein Solo über 60 Meter hin und versenkte den Ball im Netz. Der umstrittene Sieg legte den Grundstein für den späteren Weltmeistertitel von Argentinien.

Deutschlands letzter Triumph

2014 markierte eine Zeitenwende. Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien brache den letzten großen internationalen Erfolg der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Nicht nur das Finale gegen Argentinien, sondern auch das Halbfinale gegen den Gastgeber gingen in die Geschichte ein.

Während das ganze Land auf den sechsten Weltmeistertitel von Brasilien wartete, schoss Deutschland den Gastgeber im Halbfinale förmlich vom Platz. Bereits zur Halbzeit lag die Mannschaft mit 5:0 voran, zahlreiche brasilianische Fans auf den Tribünen weinten hemmungslos. Am Ende stand es 7:1, vor allem weil Bundestrainer Joachim Löw seine Spieler in der Kabine dazu anhielt, einen Gang zurückzuschalten. Im Finale traf die Mannschaft auf Lionel Messi und Argentinien.

Dort hatten es die Fußballer deutlich schwerer, sie erzielten das Siegestor erst in der Verlängerung. Mario Götze wurde durch seinen Treffer zum WM-Helden, der Deutschland seinen insgesamt vierten Titel einbrachte. Während die Mannschaft gegen Brasilien durch einen Tor-Regen überzeugte, war es im Finale vor allem die kämpferische Leistung. Sinnbildlich dafür steht Bastian Schweinsteiger, der sich, völlig verdreckt und einer Platzwunde im Gesicht, mit letzten Kräften über den Platz schleppte und mit seiner Ausnahmeleistung mitverantwortlich für diesen Erfolg war.

Die Fußball-Weltmeisterschaft in Katar bot aus deutscher Sicht leider keine Möglichkeit diese Liste zu ergänzen, doch auch diesmal zeigt der Fußball wieder, dass am Platz alles möglich ist.

PM

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