Nachbetrachtung Ostern

Die Ängste vieler Hauptamtlicher der Kirchen scheinen unbegründet zu sein, jedenfalls was die Beteiligung der Gläubigen an den Gottesdiensten angeht.

Während es an Weihnachten noch viele freie Plätze bei den Gottesdiensten gab, können die Ostergottesdienste im Rahmen der Hygienemaßnahmen als gut besucht oder voll gelten.

Die Diözesanleitung verschärfe zur Sicherheit die staatlichen Vorgaben und verbot alle Gottesdienste bei Auftreten einer Inzidenz ab 200 pro 100.000 Einwohner in einem Dekanat

an drei aufeinanderfolgenden Tagen. (Bei der katholischen Kirche entsprechen Dekanate in der Regel den Landkreisgrenzen.)

Diese Werte wurden zum Glück im Kreis Göppingen nicht erreicht. Die Gottesdienste konnten überall stattfinden.

Der Osternachtsgottesdienst durften maximal 90 Minuten lang sein. Der Kirchenraum sollte auch während dieser Zeit belüftet werden. Ab einem Alter von 6 Jahren musste jeder Besucher eine medizinische Maske tragen. Die bewährten Hygienekonzepte der letzten Monate mussten weiterhin eingehalten werden.

Der größte Wermutstropfen bleibt und blieb sicher das Gesangsverbot für die Gemeinde. Musik und Gesang unterstreichen die besonderen Stilelemente des Osternachtsgottesdienstes, deren Fehlen macht uns schmerzlich bewusst, dass wir uns in einer schwierigen Zeit befinden.

Gerade in dieser scheinbar so trostlosen Zeit, in der viele Menschen, oft ganz still und alleine leiden, wird an Ostern das Ende des Leidens und der Anfang von neuem Leben verkündet.

Auch wenn unsere Kartage jetzt schon über ein Jahr dauern, können wir Menschen darauf vertrauen, dass es eine Zeit nach Corona geben wird und wir zu neuem Leben im hier und jetzt „auferstehen“ werden.

Um das sehnlichst erwartete Leben nach Corona bald antreten zu können, bedarf es von uns allen noch große Disziplin und Anstrengungen. So war das übliche gemeinschaftliche Zusammenstehen um das Osterfeuer auch 2021 nicht möglich.

Thomas Weber

Dekanatsreferent

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