Vermeintliche Paketzustellung – Warnung vor Fake-SMS

Die Geschäfte sind zu – der Onlinehandel boomt. Dass aktuell viele Menschen auf den Paketdienst warten, nutzen Betrüger für eine perfide Masche, um über Ihr Smartphone per SMS an Daten und eventuell auch Ihr Geld zu gelangen.

Betrüger machen sich die in der Corona-Pandemie gestiegene hohe Nachfrage beim Onlinehandel zunutze: Viele Menschen erwarten tatsächlich ein Paket und folgen der Aufforderung den Link in der SMS anzutippen Auch im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Aalen kam es in den vergangenen Tagen vermehrt zu Fällen, bei den Bürgerinnen und Bürger per SMS über eine vermeintliche Paketzustellung informiert wurden.

Mit dieser Masche, auch Smiching genannt, versuchen sich Betrüger Zugang zu den Smartphones ihrer Opfer zu verschaffen. Smishing ist dabei eine Wortschöpfung aus SMS und der Bezeichnung einer anderen Betrugsmasche, dem Phishing. Die Betrugsmasche läuft immer nach dem gleichen Schema ab: Die Betrüger verschicken eine SMS, in der steht, dass ein Paket verschickt wurde. Sie fordern den Empfänger dazu auf, einen Link anzuklicken, wo dieser den Ablageort des Pakets erfahren soll. Oder der Empfänger soll den Paketversand über den Link einfach nur bestätigen. Wenn dann auf den Link geklickt wird, wird eine Schadsoftware auf das Handy der Opfer eingespielt, mit der das Smartphone ferngesteuert werden kann.

Die Polizei warnt: Tippen Sie unter keinen Umständen auf den Link! Wie sollte ich mich verhalten? Sollten Sie eine solche SMS bekommen:

– Tippen Sie auf keinen Fall auf den Link!

– Löschen Sie die Nachricht!

– Fragt Ihr Telefon, ob eine App installiert werden soll, bestätigen Sie auf keinen Fall!

– Richten Sie über Ihren Mobilfunk-Anbieter eine Drittanbieter-Sperre ein.

Das sollten Sie tun, wenn die App bereits installiert wurde:

– Schalten Sie Ihr Handy in den Flugmodus, damit es keine Befehle von außen empfangen und keine SMS versenden kann.

– Rufen Sie Ihren Mobilfunk-Betreiber an und informieren ihn über das Problem.

– Fragen Sie dabei bereits ob schon Kosten verursacht wurden. –

Lassen Sie sofort eine Drittanbietersperre einrichten.

– Rufen Sie die Polizei unter 110 oder gehen Sie auf die nächstgelegene Polizeidienststelle.

– Sichern Sie in einem Backup all Ihre Daten, Bilder, Videos und eventuell auch Einstellungen.

– Anschließend sollten Sie Ihr Smartphone auf die Werkseinstellungen zurücksetzen. Dadurch werden alle Apps und Daten gelöscht, die beim Kauf des Handys nicht vorhanden waren.

– Ändern Sie alle Passwörter, aktivieren Sie auch die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei allen Konten, die das unterstützen.

 

PM Polizeipräsidium Aalen

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