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Am Donnerstag erster Warnstreik im privaten Omnibusgewerbe im Raum Göppingen

Nachdem die Arbeitgeber im privaten Omnibusgewerbe Baden-Württemberg in der ersten Verhandlungsrunde am vergangenen Freitag kein Angebot vorgelegt haben, ruft ver.di am Donnerstag zu einem ersten mehrstündigen Warnstreik auf. Im Raum Göppingen und Geislingen werden Busfahrerinnen und Fahrer ab etwa acht Uhr die Arbeit niederlegen, damit Schülerinnen und Schüler noch fahren können. ver.di rechnet damit, dass insbesondere der durch die OVG und durch die Fa. Sihler durchgeführte Linienverkehr stark beeinträchtigt sein wird. Um 11:55 Uhr findet eine kleine Ansprache an die Streikenden auf dem ZOB Göppingen statt.

Andreas Schackert, ver.di Verhandlungsführer: „Die Arbeitgeber haben in den Verhandlungen klar und unmissverständlich signalisiert, dass sie nicht bereit sind, mit uns den Lohnabstand zum kommunalen Nahverkehr zu verringern. Mit einer solchen Strategie werden sie weder ihre 800 offenen Stellen im Land besetzen können, noch wird es mit uns eine Einigung geben. In der zweiten Runde brauchen wir eine gänzlich andere Gesprächsbasis, deshalb erhöhen wir bereits jetzt den Druck deutlich.“

Die Gewerkschaft bereitet deshalb weitere Arbeitsniederlegungen vor der zweiten Verhandlungsrunde am 7. Februar vor.

Schackert: „Damit sich die betroffenen Bürgerinnen und Bürger auf die Warnstreiks einstellen können, werden wir Arbeitsniederlegungen zwei Tage vorher ankündigen. Wenn die jeweils betroffenen Firmen mit uns kooperativ umgehen, sind wir bereit über Notdienste dringend benötigte Verkehre von den Streiks auszunehmen.“

In der Lohnrunde für das private Omnibusgewerbe zwischen ver.di und dem Arbeitgeberverband von Baden-Württemberg WBO fordert die Gewerkschaft 5,8 Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit, der Abstand zum Tarifvertrag des kommunalen Nahverkehrs (TV-N) soll spürbar verringert werden. Der Arbeitgeber hat bisher kein Angebot vorgelegt. Betroffen sind von den Verhandlungen rund 9.000 Beschäftigte der privaten Omnibusunternehmen in ganz Baden-Württemberg. Die zweite Verhandlungsrunde findet am 7. Februar statt.

 

PM ver.di Landesbezirk Baden-Württemberg

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