Voneinander lernen, Flüchtlinge integrieren und Arbeitsplätze schaffen – Göppinger Arbeitsagentur und Schwarz-Gruppe diskutieren Zusammenarbeit

Zu einem sehr umfassenden Gedankenaustausch und gegenseitigem Kennenlernen trafen sich Vertreter der Göppinger Agentur für Arbeit mit der Geschäftsleitung der Schwarz-Gruppe. Die Arbeitsagentur war vertreten durch den Vorsitzenden der Geschäftsführung, Wilfried Hüntelmann, sowie durch Bettina Fischer (Arbeitgeberservice), Silke Tham (Berufsberatung)  und Ralf Hartmann, der für Aufgabenstellungen rund um Flüchtlinge zuständig ist. Als Gastgeber auf Seiten der Schwarz-Gruppe empfingen Senior-Chef Günter Schwarz, Wackler-Geschäftsführer Oliver Schwarz, ETG-Chefin Beate Schwarz und Schwarz-Prokuristin Gabriele Schwarz die Delegation der Arbeitsagentur.

arbeitsagentur schwarz gruppeZiel des Besuchs der Arbeitsagentur war in erster Linie, die Unternehmen der Schwarz-Gruppe sowie die dort ausgeübten Berufe kennenzulernen. Für die Vertreter der Unternehmensgruppe war es vor allem wichtig mit der Arbeitsagentur zu erörtern, wie gemeinsam Lösungen für den zunehmend auftretenden Fachkräftemangel in der Speditions- und Logistikbranche gefunden werden können.

„Besonders im Bereich der Berufskraftfahrer sehen wir in Zukunft großen Bedarf. Allerdings gibt es hier zu wenige Fachkräfte für dieses Berufsbild, das in den vergangenen Jahren immer anspruchsvoller geworden ist“, erklärt Gabriele Schwarz. „Dazu kommt, dass der Erwerb des notwendigen Führerscheins recht teuer ist. Hier werden wir mit der Arbeitsagentur nach Möglichkeiten suchen, wie für Interessenten ein Teil der Kosten durch einen Zuschuss zur beruflichen Weiterqualifikation übernommen werden kann.“

Ein Thema, das aktuell praktisch jeden gesellschaftlichen Bereich tangiert, durfte natürlich nicht fehlen: die rasant wachsende Zahl an Flüchtlingen. Dazu schilderte Frau Fischer das Integrationsprogramm, mit dem Flüchtlingen geholfen werden soll, in Deutschland Anschluss zu finden.  „Bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt geht es zunächst um das Thema Sprache. Wir prüfen die berufliche Qualifikation und die Kompetenzen und leiten daraus ab, mit welchen Instrumenten wir arbeiten müssen, um sie fit für den Arbeitsmarkt zu machen. Diese Strategie ist sehr individuell und orientiert sich immer an den einzelnen Personen“, sagt sie.

Hier sah vor allem ETG-Chefin Beate Schwarz Anknüpfungspunkte. So gibt es innerhalb der Schwarz-Gruppe zahlreiche Tätigkeiten im Ver- und Entsorgungsbereich, für die Mitarbeiter angelernt werden können. „Allerdings müssen natürlich auch hier die Grundlagen stimmen. Das Beherrschen der deutschen Sprache gehört auf jeden Fall dazu. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass wir uns hier einbringen und anerkannten Flüchtlingen die Möglichkeit bieten, unser Unternehmen und unsere Berufe kennenzulernen. Dies setzt eine enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur und eine gewisse Flexibilität voraus. Eine Idee wäre beispielsweise ein Modell, bei dem die Kandidaten 2 Tage in Sprachkursen und 3 Tage im Betrieb verbringen.“

Die Vertreter der Arbeitsagentur wollen nun die diskutierten Ideen und Vorschläge prüfen. Geschäftsführer Wilfried Hüntelmann zeigt sich zuversichtlich: „Der Vor-Ort Termin bei der Schwarz-Gruppe hat uns eindrucksvoll vermittelt, welche Möglichkeiten in den verschiedenen Unternehmen bestehen, um Menschen eine berufliche Perspektive zu bietenund wo eine enge Zusammenarbeit für alle Beteiligten sinnvoll ist. Es ist uns wichtig, zu Unternehmen einen intensiven Austausch zu pflegen, um dem Fachkräftemangel und der Langzeitarbeitslosigkeit sowie den Herausforderungen rund um das Flüchtlingsthema zu begegnen.“

 

Über die Schwarz-Gruppe:

Unter dem Dach der Schwarz-Gruppe, die ihren Hauptsitz in Holzheim bei Göppingen hat, werden zahlreiche Unternehmen aus den Bereichen Spedition, Logistik sowie Entsorgung und Recycling zusammengefasst. Dazu gehören beispielsweise das Traditionsunternehmen Wackler Spedition & Logistik sowie die Entsorgungs- und Recyclinggruppe DU: willkommen in der Umwelt. Außerdem gehören Garant Logistics, Hänsel Transport & Logistik, ETG, Fetzer Rohstoffe + Recycling, MRG, PET Recycling und R+S Vertriebskontor zur Schwarz-Gruppe. Mehr Informationen unter http://www.schwarz-gruppe.net/

PM

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