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ART-Stuttgart im Fokus der Konkurrenz

Bereits am 30. Juni 2015 lud die Unternehmensberatung Schopenhauer & Kollegen unter fachlicher Leitung von Herrn Wolfgang Wunderlich ins Arcotel nach Stuttgart zur Konzeptpräsentation von einer ART-Stuttgart ein. Es ist geplant, diese Messe Anfang Mai 2016 erstmals durchzuführen.

Wolfgang Wunderlich hat sicherlich damit gerechnet, dass etablierte Mitbewerber über eine ART-Stuttgart nicht begeistert sind, allerdings nicht erwartet, dass diese zu annährend unlauteren Mitteln greifen. So wurden bereits verpflichtete Jurymitglieder, Wunderlich nennt sie Kuratoren, dermaßen von einem Messemitbewerber unter Druck gesetzt, dass diese ihre bereits zugesagte Kuratorenfunktion zurückziehen mussten.

Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautet, wurde den Galeriebetreibern angedeutet, dass aufgrund ihrer Funktion bei einer eventuellen ART-Stuttgart keine Teilnahme mehr bei der eigenen Messe möglich wäre.

Es ist natürlich interessant, dass bei einer kuratierten Galerienmesse nicht mehr die künstlerische Qualität zählt, sondern die Funktion der Galeriebetreiber an anderer Stelle. Das wirft natürlich ein ganz anderes Licht auf mache etablierte Messe. Dort stellen scheinbar nicht die Galerien aus, die gut sind und sich für ihre Künstler einsetzen, sondern die, die bestimmten Kreisen genehm sind.

Die Reaktion von Messemitbewerbern macht deutlich, dass eine neue Messe in diesem Umfeld vielleicht viel notwendiger ist, als im Juni deutlich war, um endlich wieder frischen Wind in den Kunstmarkt zu bekommen. Und Stuttgart als eine der Kulturhauptstädte Deutschlands wäre sicherlich der richtige Ort für eine solche Kunstmesse, bei der Kunst im gehobenen, aber noch vernünftigen, bezahlbaren Niveau präsentiert und angeboten wird.

Aber augenblicklich haben sich wirklich unabhängige Jurymitglieder, wie z.B. Kuratoren von städtischen Galerien und Kunsthallen gefunden. Damit ist auch das „Geschmäckle“ weg. Dieses hängt den anderen Kunstmessen an, da dort Betreiber von wirtschaftlich geführten Galerien darüber entscheiden, ob Mitbewerber an der Messe teilnehmen dürfen.

Dann hätte der Mitbewerb die neue Kunstmesse nur zu einer besseren, weil neutraleren Jury genötigt.

 

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